Negras absolutas, cordilleras sangrantes

110903 Arte Vitrina Carla B.indd
Ausstellung und Installation von Carla Bobadilla (CL/A)
Lesung von Maria Elena Blanco aus dem Buch Anteparaíso des chilenischen Dichters Raúl Zurita

Vernissage und Lesung Samstag 3. September 2011 um 19 Uhr

Dauer der Ausstellung: 3. bis 29.9.2011

KulturRaum Neruda Margaretenstraße 38, 1040 Wien www.neruda.at

Las Cordilleras del Duce ist ein Gedicht aus dem Buch Anteparaíso (1982) des chilenischen Dichters Raúl Zurita. Es erzählt von einem Ort in einer realen Bergwelt, na??mlich den Anden. Gleichzeitig ist es die Geschichte von einer erdachten Bergkette, die sich wie eine bösartige Geschwulst vom pazifischen Ozean nach Westen ausdehnt und dabei alles auf ihrem Weg ausradiert. Das Gedicht, geschrieben während der Militärdiktatur in Chile, nützt die symbolische Sprache als Mo??glichkeit, u??ber die Realita??t des zu diesem Zeitpunkt unterdru??ckten Landes zu reflektieren.
In der Installation Negras absolutas, cordilleras sangrantes arbeitet Carla Bobadilla mit Bildern, die sich auf das Gedicht von Zurita beziehen, aber auch mit geographischen und historischen Bezu??gen, die zwei weit auseinander liegende Bergwelten prinzipiell miteinander verbinden: die Anden und die Alpen. Ihr Konzept entha??lt autobiographische Referenzen: die Anden als Bergwelt des Geburtsortes der Ku??nstlerin, die Alpen als Teil des Landes, in dem sie in den letzten 10 Jahren gelebt und gearbeitet hat.

Die Ausstellung konfrontiert die BetrachterInnen mit Werken, in denen sich die Auseinandersetzung widerspiegelt zwischen den unauslo??schlichen historischen Spuren, die in der Landschaft wiederzufinden sind, und dem Leben, das heute dort gelebt wird.

Advertisements

23. Weinviertler Fotowochen Workshop Präsentation

Workshop mit Carla Bobadilla (Chile/A)

Fotografie <&> Performance

Workshop|Weinviertler Fotowochen | 06. 08. 2011 – 13. 08. 2011

Ort: 2120 Wolkersdorf Schlossplatz 2 Büroräume + Marek-Räume

Ausstellung: 13. 8. 2011, ab 16 Uhr

Körper in Bewegung und die Relation zu ihrer jeweils spezifischen Umwelt sind Basis für die Kunst der Performance. Der Workshop von Carla Bobadilla beschäftigt sich mit Performance, ihrer fotografischen Dokumentation und ihrer Einbeziehung in einen künstlerischen Diskurs unter einem speziellen Fokus. Im Vordergrund steht die Beobachtung der Bewegungen von Personen in ihrem täglichen Leben, ihren Geschäften und Beruf. Dieses auf den ersten Blick normale, unspektakuläre Leben wird durch die Beobachtung und fotografische Dokumentation Teil künstlerischen Diskurses. Der Workshop umfasst Übungen in Dokumentarfotografie, Vergleich mit Beispielen aus der Kunstgeschichte und eine intensive praktische Beschäftigung mit Dekonstruktion und Rekomposition fotografischen Ausgangsmaterials.

Fotos haben in dieser Betrachtungsweise mehrere Funktionen: zunächst sind sie gewöhnliche fotografische Dokumente. In Ergänzung dieses Wertes an sich dient die Dokumentation von realen Alltagsszenen als Material für eine künstlerische Verarbeitung, Verdichtung und Vefremdung. Beispiele für die hier angesprochene Verbindung von Fotografie und Performance sind unter anderem die Werke von Allan Sekula und Zoe Leonard und Projekte von Carla Bobadilla selbst.

Die TeilnehmerInnen erhalten zu Beginn Inputs zum Thema und können danach anhand von persönlichen Interessen und fotografischen Schwerpunkten selbsttätig zu einem Thema forschen. Aufgabe ist die Beobachtung und Beschreibung von Alltagssituationen in Wolkersdorf und Umgebung, in der Performance im (Berufs-)Alltag sichtbar wird. In einer Mischung aus gemeinsamen Arbeiten und Einzelarbeit entsteht ein fotografisches Ausgangsmaterial, das dann im Workshop gesichtet, detailliert, rekomponiert und verändert wird. Ergebnis sind unterschiedliche, anlass- und objektbezogene Präsentationsformate.